Lesegewohnheiten verändern sich mit dem Internet

Text im Internet wird anders gelesen als in Printmedien: sprunghafter, ungeduldiger, selektiver.  (Grafik: M. Schudel)

Ich lese ein Buch von vorne nach hinten. Sie sicher auch. Und in der Zeitung schaue ich mir zuerst den Sportteil an, danach die Hauptseite und den Auslandteil. Zum Schluss noch Lokales und Wirtschaft.  Teil für Teil – jeweils von vorne nach hinten. Ich nehme an, dass Sie einem ähnlichen Vorgehensmuster folgen, wenn Sie Gedrucktes lesen. Anders verhält man sich bei der Lektüre im Internet.

Lesen – sprunghaft, selektiv, ungeduldig

Wir lesen  einen Text im Internet sprunghafter, ungeduldiger, selektiver. Man könnte fast meinen, Hypertext fördere die Individualität in der Wissensaneignung. Hypertext – also Text im Internet – zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus und verändert unsere Lesegewohnheiten.

Die Grafik oben zeigt es: Wir lesen nicht mehr von A nach Z wie bei Prosatexten üblich, sondern wir lesen von B bis C, machen einen Sprung zu Z, wieder zurück zu A, schauen kurz etwas unter  R sowie S nach,  gehen nochmals zu Z und finden schliesslich zum Ausgangspunkt A zurück .

Das gesamte Internet ist eine Ansammlung von Textportionen, die durch Links miteinander verknüpft sind. Die Lesenden entscheiden selbst, welche Informationen konsumiert und welche weggelasen werden. Lesen im Internet ist individueller.

Für Texter, Online-Journalisten, PR-Leute und Content Marketer bedeutet das, diese veränderten Lesegewohnheiten zu berücksichtigen und die Inhalte entsprechend aufzubereiten.

Text – strukturiert, prägnant, relevant

Text im Internet muss…

• sich ausgeprägt nach den Zielgruppen orientieren, damit diese sofort die gewünschten Informationen herausfiltern können.
einfach, verständlich und aktiv formuliert sein und die nächsten Handlungsschritte offensichtlich machen.
relevant und dicht informieren, so dass ich wirklich die Antworten auf jene Fragen erhalte, die ich gestellt habe.
attraktiv ausgestaltet sein, denn man isst bekanntlich auch mit den Augen.
zu weiterführenden Informationen linken – für jene, die immer noch mehr wissen wollen.

Fazit: Auch im Internet gelten weiterhin Gross- und Kleinschreibung sowie Kommaregeln, aber Hypertexte sollen prägnant, gut gegliedert und kurz sein, den Gusto der Zielgruppe treffen sowie auf vertiefende Infos linken.

Prüfen Sie, ob Ihr Text gut geschrieben ist…

Texte, die Ihre Zielgruppen ansprechen und erreichen: Online- und Printmedien - Unternehmensporträts, Publireportagen, Broschüren, Newsletter, Blogposts. Weitere Infos gerne unter 061 681 38 64.