Auf dem Bild isst eine Schnecke an einer Kacke.

Messthetics – Ästhetik des Hässlichen: Die Bildmotive zeigen vermehrt hinter die Kulissen und setzen ein Gegengewicht zur scheinbaren Perfektion. (Bild: M. Schudel)

Bilder und Videos werden authentischer, surrealer, lärmiger. Das sind einige der Trends, die der Bildprovider Getty Images für 2016 voraussagt. Ob das Bild mit der Kacke mampfenden Schnecke ein Augenschmaus ist, darüber lässt sich streiten. Zumindest hat Getty Images, einer der führenden Foto- und Video-Anbieter weltweit, „messthetics“ als einen von sechs Bilder-Trends 2016 aufgeführt: Das englische Wort „mess“ heisst so viel wie „Schweinerei, Unordnung, Verschmutzung, Dreck“ und „aesthetics“ bedeutet sehr verkürzt „Schönheitsempfinden“ – die Schönheit, die Ästhetik des Schweinischen, Hässlichen, Dreckigen also.

Bilder-Trends 2016

  1. Rebellion: Wer gilt heute nicht gerne als Rebell, der sich vom Mainstream abhebt? Auch Banken, Versicherungen, Autohersteller und Pharmagiganten stellen sich in ihren Imagebildern als Nonkonformisten oder  als Aussenseiter und Querdenker dar,  was der Kunde in einer individuellen „customer experience“ erleben soll.
  2. Menschliche Technik: Die Errungenschaften der Technik sind für uns segensreich. Dennoch stehen viele Menschen mit der Technik auf Kriegsfuss oder nehmen ihr gegenüber eine skeptische Haltung ein. Bilder werden die Technik menschlicher zeigen und visualisieren, wie unser Leben dadurch einfacher wird.
  3. Individualität im Quadrat: Der Wunsch nach himmlischen, paradiesischen Zuständen in unserem Leben („divine living“) schlummert in uns ebenso wie jener nach den speziellen und ausgefallenen Erlebnissen. Hier sollen uns die Bilder zeigen, wie wir uns besser fühlen und den Unterschied zu den Mitmenschen noch mehr herausarbeiten können. Zum Beispiel, wie wir ein guter Mensch oder Vater sind.
  4. Messthetics: Die Ästhetik des Drecks – wie in der Einleitung bereits erwähnt – setzt in Fotografie und Film mehr auf den Gegenpol von Perfektion: Schmieriges, Schleimiges, Totes und Hässliches sind im Trend. Scheinheiligkeit soll zerzaust und Verlogenheit demontiert werden.
  5. Lärm und Stille: Das Bild ermächtigt sich des Tons und überzeichnet ihn in den Extremen Stille und Lärm. Wie das? Einfachheit und
    Das Bild zeigt die brennende Giraffe von Salvador Dali.

    Alternative Realitäten, Phantasie und Traum: Die brennende Giraffe von Salvador Dali. (Bild: fr.wikimediation.org)

    Minimalismus sollen das Wesentliche in den Mittelpunkt stellen. Kleine Elemente in grossen Flächen setzen Akzente. Helle, warme Farben oder das weisse Nichts bestimmen die Darstellungen.

  6. Phantasie ohne Grenzen: Wer kennt nicht das Bild der brennenden Giraffe und der Frau mit den geöffneten Schubladen im Oberschenkel und im Brustkorb? Man muss ja nicht gleich zu einem Surrealisten wie Salvador Dali mutieren, doch der Phantasie sind (fast) keine Grenzen gesetzt, gemäss Getty Images. Die Realität darf phantasivoller werden und uns in Traumwelten verführen.

 

 

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