Social Media und KMU

Social Media sind weit mehr als nur farbige Seifenblasen für amerikanische Kleinbetriebe, wie eine Studie belegt. (Foto: Markus Schudel)

 

  • Welche Social Media-Strategie wende ich für meinen Betrieb an?
  • Wie bringe ich mein Publikum dazu, sich darauf einzulassen?
  • Wie messe ich den Erfolg meiner Social Media-Aktivitäten?

Das sind die drei wichtigsten Fragen, die sich die 3700 amerikanischen Inhaber von Kleinbetrieben zur Verwendung von Social Media stellten, als sie an der Umfrage des Social Media Examiners anfangs 2015 teilnahmen.

Vorne weg: Der Bericht beantwortet keine dieser drei Fragen, was verständlich ist. Es ist unmöglich, eine Pauschal-Strategie zu entwerfen, die das Engagement der Zielgruppen garantiert. Diese muss für jeden Betrieb individuell entwickelt werden. Erst dann kann auch eine aussagekräftigere Erfolgskontrolle durchgeführt werden.

Aufschlussreich ist die Studie dennoch, weil sie die Erfahrungen der amerikanischen Kleinunternehmer mit den neuen Medien aufzeigt. Übrigens waren gut 60 Prozent der Befragten entweder Inhaber von Einzelbetrieben (850 Betriebe, 23%) oder Kleinunternehmen mit zwei bis zehn Mitarbeitenden (knapp 1400 Betriebe, 37%) und entstammten vorwiegend der Dienstleistungsbranche.

Welche Erfahrungen?

Fast alle Befragten (92%) sind mittlerweile davon überzeugt, dass ihnen Social Media etwas bringt, wenn gleich auch weniger als die Hälfte (42%) den Return on Investment messen kann. Bereits 84 Prozent aller Teilnehmer integrieren ihre Social Media-Aktivitäten in den gesamten Marketingmix von Online- und Offlinemassnahmen.

  • Facebook ist nach wie vor der Branchenführer, wobei B2C-Betriebe eher davon Gebrauch machen (52%) als jene, die im B2B-Bereich arbeiten (37%).
  • Dafür verfügen 56 Prozent der B2B-Inhaber über einen Corporate Blog, während es bei den B2C-Firmen nur 45% sind.
  • Facebook (93%), Twitter (79%), LinkedIn (71%), Google+, YouTube, Pinterest und Instagram sind die häufigst genutzen Plattformen, wobei B2B-Inhaber LinkedIn bevorzugen.
  • Gestiegen ist der Zeitaufwand für die Betreuung der Social Media: Knapp zwei Drittel investieren sechs bis elf Stunden oder mehr pro Woche für Ihre Aktivitäten.

 Was bringt’s?

Die Antworten zur Gretchen-Frage, was die Social Media effektiv bringen, lauten: Hohe Sichtbarkeit (90%) und mehr Besuche auf der Webseite (77%). Darauf folgt die Überzeugung, via Social Media-Präsenz eine loyale Fan-Gemeinde aufbauen zu können (69%). Fast gleich viele eignen sich so verbesserte Marktkenntnisse an.  Dass Social Media die Verkauszahlen verbessert, glauben 51 Prozent.

Wie geht‘ s 2016 weiter?

In Zukunft werden die drei Fragen also weiterhin im Raum stehen. Man erhofft sich, mit zusätzlicher Wissensaneignung und der Evalutation verschiedener Social Media, insbesondere von Twitter, YouTube und LinkedIn (je 66%), diese Fragen besser beantworten zu können.

Im Augenmerk der amerikanischen Unternehmer steht auch der Content in Form von Text und audiovisuellen Inhalten (70%)  sowie von Video-Marketing auf YouTube und ähnlichen Plattformen (66%).

Die Entwicklung von Tools zur einfacheren Bewältigung des Social Media-Spektakels steht bei vielen ebenfalls auf der Wunschliste – und wäre für alle sehr hilfreich.  Allerdings dürfte die relevante Verwendung von Social Media im Geschäftsalltag nie so einfach werden, wie der Teddy oben seine farbigen Seifenblasen in die Welt pustet.

Zur Studie Social Media Marketing Industry Report

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