SEO: Wie Sie Ihre Webseite selber optimieren

Suchmaschinenoptimierung soll die eigene Webseite sichtbarer machen

Suchmaschinenoptimierung (SEO): Bei den vielen Werbebotschaften im Internet ist es entscheidend, dass die eigene Webseite von den Suchmaschinen besser gelistet wird als jene der Mitbewerber. (Foto: Markus Schudel)

Über Suchmaschinenoptimierung (SEO – Search Enginge Optimization) wird viel geschrieben und noch mehr debattiert. Es gibt technische und inhaltliche Fragen und die Fülle an Angeboten ist überwältigend.  SEO-Spezialisten optimieren Ihre Webseite sicherlich nahezu perfekt, kosten aber auch entsprechend.

Wenn Sie nicht zu den Perfektionisten gehören, dann können Sie Ihre Webseite zu einem grossen Teil selber optmieren (sagen wir zu 80 Prozent), so dass diese in den Suchmaschinen besser aufgefunden wird. Das sind die wichtigsten Optmierungsarbeiten:

  • Schreiben Sie die Inhalte auf Ihrer Webseite für die Menschen, die Sie erreichen wollen, und nicht für die Suchmaschinen. Aktualisieren und erweitern Sie Ihren Content kontinuierlich. Überlegen Sie sich, ob ein Blog möglicherweise besser wäre (15 Gründe, warum Sie einen Unternehmensblog benötigen) . Schreiben Sie relevant und nicht zu kurz.
  • Kopieren Sie keine Texte von andern, sondern verfassen Sie Ihre eigenen Inhalte. Google registriert, wenn Texte kopiert werden und straft Ihre Webseite mit Rankingverlusten ab. Dafür wurde eigens der Panda-Algorithmus geschaffen, um Webseiten mit minderwertigen Inhalten aufzuspüren und zu ahnden.
  • Erstellen Sie bei Google einen Account für Ihr Unternehmen: Mit Google My Business haben Sie Zugang zu vielen Tools, die für Ihre Onlinearbeit wertvoll sind, beispielsweise zu Analytics, Adwords, Maps und zu Google+.  Installieren Sie Analytics auf Ihrer Webseite, damit Sie sehen, woher die Besucher auf Ihrer Webseite stammen. Danach richten Sie Ihre Marketing- und Kommunikationsmassnahmen besser aus.
  • Schlüsselbegriffe (Keywords) suchen: Bestimmen Sie die wichtigsten Keywords und Keyword-Kombinationen, nach denen Sie gefunden werden möchten und überprüfen Sie im Adwords-Konto via Keyword-Planer, wie häufig nach diesen Schlüsselbegriffen gesucht wird. Welche alternativen Begriffe eignen sich ebenfalls? Wie verhalten sich die Suchhäufigkeiten, wenn Sie ein Keyword in Verbindung mit einem regionalen Begriff verwenden (z.B.  „bäckerei basel“). Die Algorithmen der Suchmaschinen sind mittlerweile semantisch so intelligent, dass sie ähnliche Begriffe in Verbindung mit dem gewünschten Keyword erkennen können. Erstellen Sie eine Begriffswolke oder eine Keyword-Strategie mit passenden und relevanten Begriffen sowie Begriffs-Kombinationen.
  • Verwenden Sie genügend Zeit, Ihre Titel und Überschriften (H1, H2, H3) und Metadaten (Description Tag)  mit Schlüsselbegriffen zu versehen, ohne dabei zu übertreiben. Das heisst: Sie verwenden auf einer Seite ein Keyword im Titel, benutzen es danach im Text noch ein- oder zweimal und verfassen anschliessend in den Metadaten ebenfalls einen entsprechenden Kurztext.  Die SEO-URL, also die im Browser angezeigte Webadresse, muss ebenfalls leserlich und klar sein. Aber aufgepasst: Auch hier hat Google ein digitales Tierchen (Penguin-Update) losgeschickt, um die Überoptimierung von Internetseiten zu verhindern.
  • Wenn Sie Bilder verwenden, beschriften Sie diese mit einem passenden Begriff, fügen Sie eine erklärende Bildlegende hinzu und vergessen Sie nicht, das ALT-Attribut im Bildhintergrund zu setzen.  Das ALT-Attribut ist deshalb ein wichtiger SEO-Faktor, weil dem Betrachter eine passende Bildbeschreibung angegeben wird, wenn ein Bild aus irgendwelchen Gründen nicht angezeigt werden kann.
  • Responsive Webdesign: Verwenden Sie ein Content Management System wie WordPress, das sich an die Bildschirme von Desktop, Smartphone und Tablet anpasst, damit Ihre Zielgruppe die Inhalte auf jedem Gerät gut lesen kann, denn sonst klicken die Leute weg und Ihre Werbegelder versickern im Sand. Die grösste Suchmaschine der Welt hat soeben Update Phantom auf den Weg geschickt, um die Mobile-Freundlichkeit von Webseiten zu überprüfen.
  • Social Media: Einer der stärksten Optimierungsfaktoren überhaupt ist der Einsatz von Social Media. Die Beachtung und Empfehlung von Freunden und Bekannten (social Signals) sowie deren Bekanntenkreis ist die digitale Form der Mund-zu-Mund-Propaganda. Es ist sehr empfehlenswert, sich für zwei bis drei soziale Medien zu entscheiden und diese aktiv sowie relevant zu unterhalten.
  • Gegenlinks (Backlinks) sind Verweise von andern Webseiten auf Ihre eigene Webseite und vice versa. Diese Technik ist stark umstritten. Es ist ratsam, solche Backlinks nur sehr gezielt aufzubauen und auf die Relevanz der Inhalte für die eigene Seite zu achten. Auf alle Fälle sollte man keine Links kaufen.

Und es gilt auch hier: Suchmaschinenoptimierung enfaltet nur dann ihre Wirkung optimal, wenn sie Teil eines Gesamtauftritts ist, der alle Marketing- und Kommunikationsmassnahmen berücksichtigt und integriert.

 

Marketingplan: Sich mit wenigen Fragen Klarheit verschaffen

Klarsicht dank gezielter Fragen

Ein Marketingplan soll auf einige gezielte Fragen klare und verbindliche Antworten geben, die den Weg zum Ziel aufzeigen. (Bild: Markus Schudel)

Sie wollen eine Idee realisieren, möchten auf ein Projekt hinweisen oder eine Dienstleistung verkaufen. Es fällt Ihnen schwer, die vielen Gedanken zu ordnen, die Ihnen durch den Kopf schwirren. Vor lauter Detailfragen laufen Sie Gefahr, die Prioritäten falsch zu setzen.

In dem Sie sich Antworten auf die folgenden Fragen geben, bringen Sie bereits einige Klarheit in die Fülle der Gedanken:

  1. Welche Ziele haben Sie?  Was wollen Sie erreichen und zu welcher Handlung soll jemand bewegt werden: ein Produkt kaufen, eine Webseite besuchen, eine Telefonnummer wählen oder bei Ihrer Idee mitwirken?
  2. Was genau bieten Sie an? Notieren Sie, was Ihr Angebot umfasst und welche Nische Sie damit ausfüllen wollen.
  3. Welche Vorteile bieten Sie? Welches sind die Vorteile, die Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder Ihre Idee bietet – gerade auch im Vergleich zu Mitbewerbern? Warum soll jemand dafür bezahlen, sich dafür interessieren oder dabei mitwirken?
  4. Welchen Nutzen hat der Kunde davon? Versetzen Sie sich in den Käufer oder in die Zielperson hinein und fragen Sie sich, ob der Nutzen Ihres Angebots für diese grösser ist als der Preis, der dafür bezahlt werden muss?
  5. Wen wollen Sie erreichen?  Wer genau sind eigentlich die Menschen, die Sie ansprechen? Welche Bedürfnisse, Wünsche und Sorgen (pain points) hat Ihre Zielgruppe? Stellen Sie sich ganz konkret ein paar potenzielle Abnehmer vor.
  6. Wie erreichen Sie Ihre Zielgruppe? Mit welchen Marketing- und Kommunikationsmitteln wollen Sie diese Menschen erreichen? Wie informieren Sie mit den einzelnen Tools, die Sie einsetzen?
  7. Wieviel darfs denn kosten? Wie gross ist Ihr Budget, um diese Ziele zu erreichen und die Massnahmen umzusetzen? Dabei ist nicht nur die finanzielle Seite gemeint, sondern auch der Zeitaufwand für Ihr persönliches Engagement.

Zum Beispiel ein eigenes Geschäft lancieren

Ein IT-Fachmann macht sich selbständig und bietet Computerkurse an. Er  beantwortet sich die oben aufgeführten Fragen wie folgt:

  1. Ziel:  Die Zielgruppe soll sich über meine Webseite für die Computerkurse anmelden. Im ersten Jahr möchte ich eine Kursauslastung von 70 bis 80 Prozent erreichen.
  2. Angebot: Mein Angebot umfasst IT-Wissen, das für Selbständigerwerbende und Inhaber von Kleinbetrieben wichtig ist, damit diese ihre Arbeit möglichst reibungsfrei ausführen können. Das beinhaltet zum Beispiel die Programme xyz, Wartungsarbeiten, Sicherheitsaspekte, Backups etc.
  3. Vorteile: Dank meiner langjährigen IT-Erfahrung mit Kleinbetrieben kann ich sehr zielgerichtete Schulungen anbieten und auf individuelle Wünsche eingehen.  Meine IT-Kurse sollen erste Wahl für individuelle Computerschulungen von Selbständigerwerbenden in der Region sein. Ich verfüge stets über die modernste Inftrastruktur und halte mich fachlich auf dem Laufenden.
  4. Nutzen:  Die Zielgruppe erhält genau das Know-how, das sie für ihre Arbeit benötigt, denn ich weiss, wo der Schuh drückt. Dafür gebe ich eine Erfolgsgarantie ab. Andernfalls erstatte ich dem Kunden das Geld zurück. Ich biete meine Kurse an erstklassigen, gut erreichbaren Standorten oder direkt beim Kunden an.  Der Kunde ist nach meinen Kursen auf dem aktuellsten Stand, was die IT von Kleinbetrieben betrifft.
  5. Zielgruppen: Ich biete meine Computerkurse ausschliesslich Selbständigerwerbenden und Geschäftsleuten von Kleinbetrieben in der Region an. Ich verzichte bewusst auf Schüler und Angestellte etc.
  6. Marketing- und Kommunikationsmittel: Um meine Ziele zu realisieren und die Kunden anzusprechen, setze ich folgende Tools ein: Webseite, persönlich adressierte Emails und Werbebriefe, Social Media-Engagement auf Xing und Facebook, Broschüre mit Preis-Einlageblatt, Beiträge in Fachblogs für KMU, Kleinanzeigen im Lokalblatt, kostenlose Probeseminare, Medienarbeit bei TV, Radio und Presse.
  7. Kosten: Ich setze zehn Prozent meines budgetierten Umsatzes ein und verwende täglich zwei Stunden für Marketing und Kommunikation, wobei ich gewisse Arbeiten auch outsource.

 

Ist mein Text gut geschrieben?

Das Bild zeigt eine Dartscheibe  und steht symbolisch für "mit Worten treffen".

Anhand von  zehn Punkten können Sie abwägen, ob Sie mit Ihren Worten und Texten ins Schwarze treffen. (Bild: Fotolia)

Überprüfen Sie anhand dieser Checkliste, ob Sie die wichtigsten Punkte berücksichtigt haben, wenn Sie Texte für Ihre Unternehmenskommunikation verfassen:

  1. Themenwahl: Habe ich ein relevantes Thema gewählt, das zu meinem Unternehmen und zu meiner Marketingstrategie passt?
  2. Nutzen: Bietet der Text meinen Lesern einen Nutzen, der ihnen im beruflichen oder privaten Alltag weiterhilft, eine Problemlösung anbietet, bei einer Entscheidungsfindung hilft, ihnen Zeit erspart oder Aktuelles berichtet und inspirierend wirkt?
  3. Titel: Animiert der Titel zum Weiterlesen und verspricht er nicht mehr, als was danach im Text folgt?
  4. Dartellungsform: Verwende ich die angemessene Darstellungsform – Bericht, Interview, Nachricht, Aufzählungsliste – und veröffentliche ich den Text mit dem richtigen Marketinginstrument, beispielsweise als Blogbeitrag, Flyer , Newsletter oder Brief?
  5. Struktur: Ist mein Text gut strukturiert und logisch aufgebaut, will heissen: Sind Zwischentitel gesetzt und erleichtern Abschnitte den Lesefluss und die Verständlichkeit?
  6. Kompetenz: Verfüge ich über genügend fachliche Informationen zum Thema? Bin ich kompetent genug, um darüber zu schreiben?
  7. Bilder: Kann ich den Text mit passenden Bildern oder Videos aufwerten? Verfüge ich über die Bilderrechte und sind die Bildlegenden erklärend genug?
  8. Grammatik: Stimmt die Rechtschreibung? Sind meine Sätze logisch aufgebaut, so dass meine Absicht prägnant „rüberkommt“? Habe ich Fremdwörter und Fachbegriffe treffend gewählt, die Namen richtig geschrieben und die Zitate korrekt wiedergebeben?
  9. Weiterführende Informationen: Sind Quellen, Beispiele und Links angegeben und ein Handlungsaufruf (Call to action) verfasst, damit sich der Leser weiter informieren kann und die möglichen nächsten Schritte kennt, also beispielsweise mit Ihnen Kontakt aufnehmen soll?
  10. Und zum Schluss: Lesen Sie Ihren eigenen Text gerne?

 

15 Gründe, warum Sie einen Unternehmensblog benötigen

Das Bild zeigt ein Strassencafe und einen Laptop.

Bloggen macht mobil: Sie können die Beiträge für Ihren Unternehmensblog überall verfassen. Es gibt aber noch gewichtigere Gründe, warum Sie bloggen sollten. (Bild: M. Schudel)

 

Haben Sie schon daran gedacht, in einem Unternehmensblog regelmässig über Ihr Fachgebiet, Ihre Firma und Ihre Angebote zu informieren?  Hier sind 15 Gründe aufgeführt, warum Sie sich für einen Corporate Blog entscheiden sollten:

  1. Bessere Darstellung: Sie können immer wieder neue Aspekte Ihrer Dienstleistung, Ihres Produkts oder Ihres Unternehmens aufzeigen und bleiben so besser in der Erinnerung Ihrer Zielgruppen haften.
  2. Expertenwissen: Dank regelmässiger und relevanter Blogbeiträge werden Sie als Experte in Ihrem Fachgebiet wahrgenommen und mehr berücksichtigt.
  3. Optimierung für die Suchmaschinen: Mit einem Blog betreiben Sie aktiv Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimimazation SEO) und werden von potenziellen Kunden besser gefunden.
  4. Suchmaschinen lieben Blogs: Die Suchmaschinen durchforsten das Internet stets nach Informationen und freuen sich über neue Inhalte. Blogs werden darum von den Suchmaschinen höher gerankt als normale Webseiten, was die Sichtbarkeit Ihres Internetauftritts verbessert.
  5. Audiovisuelle Inhalte: Mit jedem Eintrag (Blogpost) können Sie Ihre Textinhalte mit Bildern, Grafiken oder Videos aufwerten und interessanter gestalten, was Ihre Kunden anspricht.
  6. Leser und Kunden: Ein Blog generiert neue Interessenten, die sich auf Ihrem Blog registrieren können und fortan jeden neuen Blogeintrag erhalten. So bauen Sie sich über die Jahre hinweg eine Community aus Lesern und Kunden auf.
  7. Datenschutz: Im Gegensatz zu andern (fremden) Social Media sind die E-Mail-Adressen der Leser nur Ihnen zugänglich. Damit schützen Sie nicht nur Ihre Community, sondern sind auch unabhängig von der Willkür fremder Medien (z. B. Facebook).
  8. Remarketing: Mit der Zeit haben Sie eine ansehnliche Leserschaft aufgebaut, die sich für Ihre Informationen, Ihr Unternehmen und Ihre Angebote interessieren. Es steht Ihnen dann auch frei, die registrierten Adressen für andere Marketingaktionen zu nutzen (Remarketing).
  9. Spass und Kreativität: Sie werden feststellen, dass Ihnen Bloggen Freude bereitet, denn Schreiben macht Spass und lässt Ihre kreative Seite anklingen.
  10. Sinne schärfen: Wem Schreiben nicht leicht fällt, sollte sich deshalb nicht davor scheuen, einen Blog zu unterhalten, denn Sie werden mit der Zeit immer besser, verfeinern Ihre redaktionellen Fähigkeiten und suchen gerne nach passenden Bildern oder Videos. So schärfen Sie Ihre Sinne.
  11. Ideen entwickln: Vielleicht fürchten Sie sich davor, dass Ihnen die Ideen ausgehen. Es ist richtig und wichtig, dass Sie neugierig und informiert bleiben. Aber Sie werden feststellen: Mit dem Schreiben entwickeln Sie auch neue Ideen und Perspektiven.
  12. Transparenz und Glaubwürdigkeit: Bloggen bietet Ihnen die Chance, Ihr Unternehmen transparenter und damit glaubwürdiger zu präsentieren, denn man nimmt Ihre Firma besser wahr und wird dadurch vertrauter mit Ihnen.
  13. Vertrauen: Sie persönlich geben mit jedem Blogbeitrag etwas von sich her, werden dadurch aber auch geifbarer und vertrauenswürdiger. Gerade im B2B-Bereich ist Vertrauen in den Firmeninhaber entscheidend.
  14. Mitarbeiterbindung: Sie müssen den Blog nicht alleine betreiben und können engagierte Mitarbeiter oder externe Partner am Bloggen beteiligen. Solche Massnahmen verstärken deren Bindung an das Unternehmen.
  15. Empfehlung: Ein Blogpost entfaltet seine Wirkung erst richtig, wenn Ihre Leser die Inhalte wahrnehmen, für gut taxieren und auf ihren eigenen Social Media weiterempfehlen.

Wie aus Fremden neue Kunden und schliesslich Fans werden

Das Bild zeigt fremde Menschen, die man kennenlernt.

Fremde Menschen werden durch Inbound-Marketing zu guten Kunden. (Bild: M. Schudel)

Wenn man alles richtig macht, so werden aus Fremden schliesslich Freunde. Das Zauberwort heisst Inbound-Marketing und beschreibt einen Prozess, der fremde Menschen zu Besuchern und diese zu Interessenten wandelt, welche schliesslich nicht nur zu Kunden, sondern sogar zu Fans werden, zu Promotoren also, die die Werbetrommel für einen rühren.

 

Im Gegensatz zum klassischen Outbound-Marketing, welches die Botschaft via Werbebriefe, Radio, Telefon und Fernseher zum Kunden trägt, richtet Inbound-Marketing den Forkus darauf aus, dass der Anbieter vom Kunden gefunden wird. Da die Menschen heute sehr viel Zeit im Internet verbringen und über Suchmaschinen sowie Social Media relevante Informationen suchen, verlagern sich Marketing und Kommunikation ebenfalls dorthin. Kundengewinnung im Internet erfolgt über vier Phasen:

Inbound Marketing: Attract - Convert - Close - Delight.

Überzeugte und überzeugende Kunden: Aus Fremden werden zuerst Besucher und Interessenten, die als Kunden sogar als Promotoren auftreten. Bildnachweis: Hubspot.

  • Attract: Wenn sich Mensch und Unternehmen noch fremd sind (Strangers), so verhelfen Webseite, Blog, Social Media, Suchmaschinenoptimierung und Adwords (bezahlte Werbung mit Schlüsselbegriffen) zur ersten Begegnung. Diese Kanäle müssen inhaltlich relevant, informativ und interessant genug sein, um Besucher (Visitors) für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu begeistern, also Interessenten (Leads) zu gewinnen.
  • Convert: Mittels klarer Botschaften (Call-To-Action CTA) werden weitere, vertiefende Informationen auf Landingpages vermittelt oder Handlungen ausgelöst, das können beispielsweise eine Anmeldung für einen Newsletter, die Beteiligung an einem Gewinnspiel oder eine Kaufaufforderung sein.
  • Close: Interne Prozesse (Lead Scoring, Workflows, CRM-Integration, Emails) festigen die Beziehung nach aussen und sollen bewirken, dass der Kunde wiederkommt.
  • Delight: Die Kundenbindung erfolgt über Social Media, Emails, Sonderangebote etc. Das Ziel ist erreicht, wenn sich ein begeisterter Kunde für das Produkt oder die Dienstleistung stark macht, also als Fan und Promotor auftritt.

Für Kleinunternehmen ist der zeitliche Aufwand, den ein seriöses Inbound-Marketing erfordert, beträchtlich. Wer diese Aufgaben selber wahrnimmt, muss ein Konzept entwickeln und sich auf einige Massnahmen fokussieren sowie relevante Inhalte veröffentlichen.

 

Sechs Vorteile von Content Marketing für B2B

Man wird mehr gesehen dank Social Media.

Weitsicht: 2014 investierten nordamerikanische B2B-Unternehmen 28 Prozent ihres gesamten Marketingbudgets in Content Marketing-Massnahmen. (Bild von Markus Schudel)

In nordamerikanischen B2B-Unternehmen sind Social Media und Content Marketing besser etabliert als in unseren Breitengraden.  Das Content Marketing Institute in Cleveland befragte letztes Jahr 1’800 Unternehmer nach ihren Aktivitäten und Zielen und hat kürzlich den Bericht „2015 Benchmarks, Budgets and Trends – North America“ veröffentlicht.  Die Befragten  äussern sich zu ihren Content Marketing-Aktivitäten überwiegend positiv und wie folgt:

 

  1. Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens erhöht: 84 Prozent der Befragten nennen eine bessere Brand Awarness als wichtigsten Erfolg ihrer Content Marketing-Bestrebungen.
  2. Potenzielle Kunden besser erreichbar: Die Kundengewinnung wird von 83 Prozent der Unternehmer ebenfalls  zuoberst auf der Prioritätenliste angesiedelt.
  3. Näher am Kunden: 81 Prozent der Interviewten schätzen an den Social Media, dass sie selber im Internet mitwirken können und so den Puls des Geschehens besser spüren.
  4. Verkauferfolge werden mit 75 Prozent (erst) an vierter Stelle der Vorteile von Content Marketing-Massnahmen genannt.
  5. Qualitätssteigerung bei Verkäufen: Positiv registrieren 63 Prozent, dass die Massnahmen anhand des Website-Traffics und der Conversion Rate besser messbar sind.  Fast die Hälfte der Befragten stellen eine qualitative Steigerung der Verkäufe fest.
  6.  Mehr Möglichkeiten in der Kundenansprache: Mit den zahlreichen Social Media eröffnen sich viel mehr Möglichkeiten, die Zielgruppen zu erreichen. Durchschnittlich verwenden die Unternehmer 13  Content Marketing-Massnahmen: 92 Prozent benutzen Social Medias (ohne Blogs), gefolgt von Newslettern (83%), Artikeln auf der Webseite (80%) und Unternehmensblogs (80%). Von den eigentlichen Social Media  wird LinkedIn  mit 94 Prozent am häufigsten genutzt, gefolgt von Twitter (88%), Facebook (84%) und Youtube (72%).

Mehr Zeitaufwand und Budget erforderlich

Einig sind sich alle Befragten darin, dass der zeitliche Aufwand und das persönliche Engagement gestiegen sind: 16 Prozent veröffentlichen täglich, 26 Prozent mehrmals wöchentlich und 17 Prozent einmal wöchentlich neue Inhalte auf den diversen Medien.

Obwohl für viele Unternehmer die grössten Herausforderungen darin bestehen, interessanten und relevanten Content zu generieren sowie konstant gute Inhalte zu produzieren (54%) und diese Investitionen besser zu messen (49%), beabsichtigen 55 Prozent der nordamerikanischen B2B-Unternehmen ihr Budget für Content Marketing-Massnahmen im nächsten Jahr  weiter zu erhöhen.

„Es gibt keine langweiligen Themen, nur langweilige Autoren.“

Langweilige Texte schläfern ein.

Wenn Texte so langweilig sind, dass man darüber einschläft, sollten ein paar Änderungen vorgenommen werden. Im Blogbeitrag finden Sie einige Tipps dazu. (Bild von Fotolia)

Diese Aussage stammt vom Chefredaktor einer kleinen Lokalzeitung, bei der ich vor über 20 Jahren meine ersten journalistischen Gehversuche unternahm. Das Zitat ist zu meinem Leitsatz geworden, wenn ich texte oder viel mehr, wenn ich zu einem scheinbar langweiligen Thema schreibe.

Hier sind einige Techniken aufgeführt, die Ihnen dabei helfen werden, Ihre Texte ansprechender zu konzipieren und zu verfassen:

 

  • Schreiben Sie so wie Sie sprechen: Quetschen Sie Ihr Hirn nicht nach den bestmöglichen Formulierungen aus, sondern schreiben Sie, als würden Sie sprechen. Bleiben Sie im Fluss und unterbrechen Sie sich nicht. Danach können Sie Resultatkosmetik betreiben und die Rechtschreibung überprüfen.
  • Lassen Sie einen Film vor Ihrem geistigen Auge ablaufen und stellen Sie sich Orte, beteiligte Personen sowie andere Begleiterscheinungen vor. Notieren Sie alles, was Ihnen in den Sinn kommt: Gedankenfetzen, Zitate, Bilder und Zusammenhänge.
  • Keine Panik: Beginnen Sie rechtzeitig und mit einer Frist! Warten Sie nicht zu lange, bestimmen Sie ein Datum, an dem Sie schreiben werden, beraumen Sie genügend Zeit dafür ein und bestimmen Sie selbst eine Frist, bis wann der Text beendet sein wird. So geraten Sie nicht in Panik. Kalkulieren Sie Zeit für die Korrekturen mit ein und lassen Sie das Manuskript gegenlesen.
  • Versetzen Sie sich in Ihre Leser hinein: Stellen Sie sich die Personen vor, für die Sie schreiben: Was bewegt diese Menschen? Mit welchen Informationen können Sie ihnen behilflich sein?
  • Legen Sie Ziele und Hauptaussagen fest: Worüber wollen Sie genau schreiben? Was sollen Ihre Leser nach der Lektüre tun: ein Produkt kaufen, ein Dokument herunterladen, telefonisch Kontakt aufnehmen oder einfach nur nachdenken? Überlassen Sie den Leser nicht sich selbst, sondern verabschieden Sie ihn mit einem Handlungsaufruf (Call to Action).
  • Beginnen Sie mit einem guten Titel: Eine überraschende Überschrift ist beinahe die halbe Miete, denn Ihre Leser sollen neugierig werden. Was nützt ein informativer Text, wenn man bereits beim Titel hängen bleibt und auf die nächste Seite abschweift?
  • Variieren Sie bei den Darstellungsformen und Worten: Verfassen Sie einmal einen Bericht, dann ein Interview, flechten Sie eine Bilderserie ein oder veröffentlichen Sie bei anderer Gelegenheit eine Checkliste mit wichtigen Punkten. Das ist nicht nur für den Leser interessanter, sondern auch für Sie. Oder verwenden Sie andere Worte mit gleicher Bedeutung : Es hilft dem Textfluss, wenn die Wortwahl variiert. Im Online Lexikon Woxikon finden Sie Synonyme. Auch Zitate – sparam und passend eingesetzt – beflügeln Ihren Text : Hier finden Sie Zitate für jede Gelegenheit.
  • Legen Sie eine Pause ein und bewegen Sie sich: Wenn Sie bereits einen beträchtlichen Teil Ihres Textes verfasst haben, machen Sie eine Pause oder – wenn es die Zeit zulässt – schlafen Sie eine Nacht darüber. Wenn Sie nicht in Schreiblaune sind, suchen Sie einen Park oder ein Café auf. Vielleicht setzen Sie sich in die Strassenbahn oder in einen Zug und fahren einige Stationen. So kommen auch Einfälle und Worte in Bewegung.
  • Notizzettel für spontane Einfälle und Phantasieausflüge: Gute Ideen kommen unvermittelt irgendwann, irgendwo und irgendwie, nur nicht immer dann, wenn Sie schreiben. Führen Sie daher stets Schreibzeug mit. Assoziationen bringen auch mögliche Geschichten hervor, die Sie ums Thema ranken können. Haben Sie Mut zu Phantasieausflügen.
  • „Es gibt keine langweiligen Themen, nur langweilige Autoren“: Sie können jedem Lebensbereich etwas Erzählenswertes abgewinnen. Benutzen Sie Ihre Phantasie und kreieren Sie eine Geschichte.
  • Freuen Sie sich darüber, einen Text verfassen zu dürfen, zu verbessern, umzuschreiben und zu veröffentlichen. Betrachten Sie Schreiben nicht als Qual, denn sonst verderben Sie sich die Laune dabei und beissen sich fest.

Ja, Sie können Freude am Schreiben entwickeln!

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